Sinja Kraus: Schnelle Eingewöhnung auf der Damen-Tour

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Der Einstieg ist gelungen: Sinja Kraus hat nach nur wenigen Matches auf der ITF-Tour der Damen den einen oder anderen Fußabdruck hinterlassen. Eine lange  Eingewöhnungszeit für die Umstellung vom Junior-Tennis in den Erwachsenenbereich hat sich die junge Österreicherin des TSC Mainz nicht gegönnt. Die 16-Jährige feierte bereits beim dritten Anlauf ihren ersten Turniersieg. Bei der  mit 15.000 US-Dollar dotierten Hartplatzveranstaltung im türkischen Antalya stand Sinja Kraus ganz oben.

„Das war ein sehr guter Start in die ITF-Turniere, Sinja ist mit ganz wenigen Matches gut reingekommen“, betonte ihr Trainer Babak Momeni. Die Leistungen bei der Hartplatz-Veranstaltung im türkischen Antalya konnten sich sehen lassen. Auf dem Weg zu ihrem ersten ITF-Erfolg bei den Damen schlug Kraus unter anderem im Viertelfinale die an Position zwei gesetzte Russin Daria Nazarkina (6:1, 6:0) und  Halbfinale die ehemalige Top-30-Spielerin Romina Oprandi (4:6, 6:4, 6:3) aus der Schweiz. Auch Nervenstärke war gefragt. Das Finale gegen die Türkin Cemre Anil war ein ganz enges Ding. Sinja Kraus blieb fokussiert und schnappte sich mit 3:6, 6:4, 7:6 den Turniersieg. Neben dem Preisgeld von gut 2300 US-Dollar brachte dieser Erfolg zehn wichtige Punkte für das WTA-Ranking.  

Es waren nicht die ersten Weltranglistenpunkte für Sinja Kraus. Schon der Halbfinaleinzug beim 15.000-Dollar-Sandplatzturnier im belgischen Wanfercee-Baulet bedeuteten vier Punkte fürs Ranglisten-Konto der jungen TSC-Spielerin. Der Weg dorthin war deutlich weiter. Kraus musste sich zunächst erfolgreich durch drei Qualifikationsrunden kämpfen, ehe sie erstmals im Hauptfeld eines ITF-Damenturniers servieren durfte. Dort war erst im Halbfinale gegen Lucie Wargnier aus Frankreich (3:6, 7:6, 3:6) Schluss.

Trainer und Spielerin hatten über den Sommer 2018 eine gute Mischung aus Jugendturnieren und Einsätzen bei den Damen gefunden. Momeni: „Diese Kombination hat Sinja geholfen, locker zu spielen und Erfahrungen zu sammeln.“ Nach den Grand Slam-Teilnahmen in Paris und Wimbledon auf Juniorenebene konzentrierten sich Momeni und Kraus stärker auf den Erwachsenenbereich. Ein logischer Schritt. „Nur dort lernst du richtig viel. Die Gegnerinnen sind bissiger und erfahrener“, so Momeni. Grundsätzlich muss die Balance gehalten werden. „Sinja darf ihre Kräfte nicht verpulvern.“