Herausforderung WTA-Ranking

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Los ging’s mit dem ITF-Turnier in Stuttgart-Stammheim. Kraus zeigte bei der mit 15.000 US-Dollar dotierten Veranstaltung gute Leistungen, schaltete unter anderem nervenstark im Viertelfinale mit Julia Wachasyk (7:6, 7:6) die Nummer vier der Setzliste aus. Im Halbfinale war die junge Österreicherin gegen die spätere Turniersiegerin aus Rumänien, Laura-Ioana Paar, beim 2:6, 0:6 ohne Chance. Auch beim ITF-Damenturnier im tunesischen Monastir kam das Aus gegen eine ähnlich starke Gegnerin, Sinja Kraus unterlag in der zweiten Runde Silvia Njircic aus Kroatien trotz eines überzeugenden Auftritts 6:3, 2:6, 4:6.   

Zwischendurch feierte die TSC-Spielerin mit ihren österreichischen Teamkolleginnen ein erfolgreiches Wochenende im Fed-Cup gegen die Mannschaft aus Luxemburg, Bosnien-Herzegowina und Israel. Beim Jugendturnier der Kategorie 1 in Casablanca musste sich Kraus im Achtelfinale der Französin Carole Monnet 2:6, 4:6 geschlagen geben – einer Spielerin, die in diesem Jahr mit Clara Tauson aus Dänemark schon die aktuelle Nummer eins im internationalen Juniorinnen-Ranking bezwungen hat. Der Hingucker bei diesem Sandplatzturnier war der 2:6, 6:3, 6:4-Erfolg in der Runde zuvor über Sada Nahimana. Die Nachwuchsspielerin aus Burundi zählt zu den Top 20 in der ITF-Juniorinnen-Rangliste. Momeni: „Das war ein super Spiel, leider war Sinja danach komplett platt.“

Die Herausforderung von Spielerin und Trainer bleibt weiterhin, die gute Balance zwischen Jugendturnieren und Auftritten auf der ITF-Damentour zu finden. „Die Jugend haben wir zuletzt etwas vernachlässigt, daher hat Sinja einzige Punkte in der Rangliste verloren“, erklärt Momeni. Um sich auch 2019 für ein Jugend Grand Slam-Turnier zu qualifizieren, sollte eine Position um die 80 notwendig sein. „Wir müssen sehen, wie es läuft und dürfen die Kräfte nicht verpulvern.“

Je nachdem wie die Turniere nach dem Abitur laufen, wird Sinja Kraus auf Junior-Punkte setzen oder häufiger im Damenbereich antreten. Aktuell reiht sie sich im ITF-Damen-Ranking um Position 140 ein – dafür zählen auch gute Junior-Ergebnisse. Das TSC-Duo möchte sich kleine Ziele setzen und den Fokus behalten. „Man kann das Ranking nicht außer Acht lassen“, betont Babak Momeni, sagt aber auch: „Wir brauchen immer einen Plan B und dürfen uns von Sieg und Niederlage in unserem Weg nicht ablenken lassen.“