Mika Lipp mit starker Serie

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Diese Ausbeute kann sich sehen lassen: Rheinhessenmeister der Herren und ein denkbar knappes Viertel-Final-Aus bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften gegen den späteren Turniersieger - Mika Lipp hat im Aktivenbereich eine starke Serie hingelegt. Der 14-jährige Ausnahmespieler des TSC Mainz feierte per 6:3, 6:1-Sieg über Marco Lauderbach (TC Gensingen) als jüngster Teilnehmer im Feld den Titel bei den Rheinhessen-Meisterschaften. Im Viertelfinale der Landesmeisterschaften verpasste Lipp beim 6:4, 4:6, 6:10 hauchdünn die Sensation gegen den späteren Titelträger Marvin Rehberg (TC Römerberg).

„Mika hat eine unfassbare Serie an Siegen hingelegt“, lobt TSC-Cheftrainer Babak Momeni. „Niemand hat damit gerechnet, dass er Rheinhessenmeister wird.“ Doch der Schulwechsel Anfang des Jahres habe dem 14-Jährigen und seinem Tennisspiel gut getan. Seine Gelassenheit und Unbekümmertheit komme mit der entspannten Trainingsplanung noch besser zur Geltung. Auch körperlich hat das TSC-Talent zugelegt. Alles in allem sei die positive Entwicklung auch ein Verdienst von Trainer Joel Rizzi, der sich beim TSC in erster Linie um Lipp kümmert und ihn auch bei Turnieren betreut. Momeni: „Mika hat im Vergleich zum Vorjahr einen enormen Sprung gemacht. Deshalb ist er auch ein festes Mitglied der Ersten Herrenmannschaft und wird immer in Einzel und Doppel eingesetzt.“ 

Dass der junge TSCler, aktuell als jahrgangsjüngerer Spieler die Nummer fünf im Ranking der besten deutschen U16-Junioren, auch im Herrenbereich zur festen Größe wird, zeigte er bei den Rheinhessenmeisterschaften in Mainz. 2017 war Lipp noch in der zweiten Runde ausgeschieden, diesmal bewies er Kämpferqualitäten und Nervenstärke wie gegen die Teamkollegen Markus Scherer (5:7 6:2 12:10) sowie im Halbfinale gegen Niko Rizzi (6:0 3:6 10:8). Das Generationen-Duell im Endspiel gegen Marco Lauderbach war eine Frage der Ruhe und Entschlossenheit, jeder Respekt wurde beim 6:3, 6:1-Sieg bei Seite geschoben und die konditionellen Vorteile konsequent ausgespielt.  Momeni lobte: „Mika hat kaum Fehler gemacht. Er war insgesamt einfach sehr stabil.“

Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften ging Lipp von Position acht der Setzliste in die Konkurrenz. Zum Auftakt besiegte der Youngster seinen Teamkollegen Martin Olszowy 6:4, 6:2. Gegen Rehberg hatte Lipp dank einer überzeugenden Leistung durchaus Chancen zum erstmaligen Halbfinaleinzug. Mitte des zweiten Satzes verpasste er knapp ein Break, im Matchtiebreak reichte eine 5:3-Führung nicht aus, um den Favoriten zu knacken. Ein Ausrufezeichen blieb dieses Match aber allemal. „Mika hat seine Chancen etwas ungeschickt weggegeben“, so Momeni. „Aber er hat klar gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist.“

Davon sollen sich künftig auch die Konkurrenten bei ITF-Jugend-Turnieren überzeugen dürfen. Spieler und Trainer haben sich zum Ziel gesetzt, auf der ITF Junior Tour Fuß zu fassen. Das internationale Ranking steht mit Blick auf das kommende Jahr klar im Fokus. Momeni: „Mika muss merken, dass er auch diese Matches gewinnen kann. Das wird der nächste Schritt sein.“