Per Losentscheid: TSC-Herren schlagen in der Regionalliga auf

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Die Tennis-Herren des TSC Mainz sind schon lange im (Medenspiel)Geschäft. Trotzdem wird die Saison 2018 als eine außergewöhnliche in den Köpfen bleiben. Die Mannschaft schob sich an die Spitze der Oberliga und feierte nach 2015 die nächste Meisterschaft auf Rheinland-Pfalz/Saar-Ebene. Im folgenden Relegationsspiel gegen den württembergischen Meister TA SV Leingarten waren die TSC-Herren chancenlos. Den Aufstieg bejubelten sie trotzdem – das Losglück war auf ihrer Seite.

Durch den Rückzug des TEVC Kronberg in die Hessenliga war in der Regionalliga Süd-West ein zusätzlicher Platz frei geworden. Den Nachrücker ermittelten die Verantwortlichen per Los. Im Topf waren mit dem TSC Mainz und dem TC BW Villingen die beiden Verlierer der Aufstiegsrunde. Nach oben durften die Mainzer – es ist der zweite Anlauf in der dritthöchsten Spielklasse nach 2011.

Sportlich hatten die TSC-Herren in dem vorausgegangenen Duell um den Sprung in die Regionalliga wenig ausrichten können. Zu überlegen präsentierte sich Gastgeber TA SV Leingarten, Meister der Württembergliga. Die Mannschaft um Kapitän Joel Rizzi musste sich in einer einseitigen Begegnung schon nach den Einzeln geschlagen geben. Nun eröffnet das Aufeinandertreffen dieser beiden Teams gleich am ersten Spieltag die Regionalliga-Runde 2019.

Die Oberliga-Meisterschaft kam nicht gerade überraschend, aber ganz sicher auch nicht mit Ansage. Rizzio und Co. wollten mit ihrem starken Team eine gute Rolle spielen. Letztlich schob sich der TSC in der Besetzung Ugo Nastasi (LUX), Oscar Mesquida Berg (ESP), Joel Rizzi, Ersatzmann Thomas Dupré (der Franzose machte ein Spiel), Fabian Guzik, Martin Olszowy, Nicolas Rizzi, Markus Scherer und  Nachwuchsspieler Mika Lipp in einer überwiegend ausgeglichenen Oberliga-Gruppe (die Hälfte der Mannschaften hatte am Ende vier Siege und drei Niederlagen auf dem Konto) ganz nach vorne. Weil die TSCler ihre engen Matches gewannen – so wie gegen den TC Gensingen (12:9) und bei der SG WMA Nordsaar (14:7), zwei Knackpunkte der Saison. Immer wenn es eng wurde konnten sich die Mainzer auf sich und ihre Teamkollegen verlassen. Nach dem umkämpften Erfolg beim Neuling Nordsaar witterten die TSC-Herren ihre Chance auf die Meisterschaft – und packten zu.