Ein Zeichen setzen in der Regionalliga

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Nach acht Jahren ist es wieder soweit: Die Tennisherren des TSC Mainz sind zurück in der Regionalliga Süd-West. Das Team um Kapitän Joel Rizzi zählt in der Medenrunde 2019 nach 2011 erneut zu den insgesamt 32 Vereinen, die sich verteilt auf vier Regionalligen in der dritthöchsten deutschen Herren-Spielklasse messen.

Außergewöhnlich ist die Herangehensweise: Die Mainzer werden diese sportliche Herausforderung  nahezu komplett mit Spielern aus dem Verein oder der Region annehmen. Der TSC schickt sein Herrenteam mit nahezu unverändertem Kader in die Regionalliga Süd-West. Trainer Babak Momeni sagt: „Wir wollen ein kleines Zeichen setzen. Egal, was passiert.“ Joel Rizzi, Mika Lipp, Martin Olszowy, Fabian Guzik, Niko Rizzi und Markus Scherer bieten das teils seit vielen Jahren bekannte Gerüst der Mannschaft. Der Spanier Oscar Mesquida Berg – in der Meistersaison 2018 ganz vorne im Einsatz, ist an Position vier gemeldet. Die Spitzenposition besetzt Kai Lemke aus Trebur. Der 24-Jährige kam vom Zweitliga-Absteiger TVH Rüsselsheim an den Ebersheimer Weg.

Zum einen, weil die finanziellen Mittel fehlen, aber vor allem auch, weil der TSC wie Momeni betont, „keine Lust mehr darauf hat, in eine Mannschaft zu viel Geld zu stecken, anstatt eigenen, jungen Spielern die Chance zu geben“, wertvolle Erfahrungen in einer hohen Spielklasse zu sammeln, setzt der Aufsteiger auf seine eigenen Leute. Das Ziel lautet: Alles geben für eine Chance auf den Klassenverbleib. Joel Rizzi versichert stellvertretend für das ganze Team: „Wir haben richtig, richtig Bock auf die Regionalliga.“

Losgelöst von dem Gedanken, dass der TSC wie 2011 ohne einen einzigen Sieg wieder absteigen könnte. Jeder Einzelne sei sich der großen Herausforderung bewusst, diese Saison als Chance, als Weiterentwicklung, als Erlebnis zu empfinden. „Ohne die richtige Einstellung kann der Frust groß werden“, so Rizzi. „Wir brauchen ein dickes Fell, damit die Stimmung positiv bleibt.“ Alle sind guter Dinge, dass die Mannschaft mit diesen Umständen gut klar kommen wird. Dass Frustration und  Resignation sich erst gar nicht breit machen können. Nach dem Motto: Was soll schon passieren?  Oder wie der Trainer sagt: „Mehr als absteigen können wir nicht.“